Reisebericht Madagaskar (Mai 19)

Reisebericht Madagaskar (Mai 19)

Mora Mora – langsam langsam – Immer mit der Ruhe ist das Sprichwort der Madagassen.

Nach 12 Stunden Flugzeit am Flughafen in Tana angekommen, merkt man das schon, da der Flughafen klein und chaotisch ist, geht die Warteschlange (Visum beantragen und Passkontrolle) bis nach draussen und man muss viel Geduld mitbringen, da es nur schleppend vorangeht. Nach den Einreiseformalitäten wurden wir von unserem netten Fahrer begrüsst und zu unserem Hotel Belvedere in der Dunkelheit gefahren.

Am nächsten Morgen hat unsere Fahrt nach Antsirabe, durch eine Landschaft, die hauptsächlich aus Bergen und Reisfeldern besteht begonnen. Antsirabe wird wegen seiner zahlreichen Thermalquellen und der Existenz von zwei Kraterseen “Stadt des Wassers” genannt. Übernachtet haben wir im Hotel Vatolahy*** welches an ein Puppenhaus erinnert.

Nach dem Frühstück haben wir das erste 3* Hotel in Antsirabe, das Arotel, mit eigenem Tennisplatz, Swimming Pool, Spa und Massage besucht und sind dann weiter nach Betafo gefahren um ein Malagassy Guesthouse / Home Stay zu besuchen, welches das einzige Haus mit Elektrizität in dieser Umgebung ist, die anderen haben Kerzen und WC und Dusche sind draussen und nicht im Haus. Danach sind wir zum Andraikiba-See gefahren, welches früher als Badesee sehr geschätzt wurde und heute dient der See als Trinkwasserversorgung der Stadt und das Baden ist nicht mehr erlaubt. Des Weiteren haben wir eine Werkstatt, in der Miniaturen aus recycelten Materialien hergestellt werden besucht. Anschliessend sind wir nach Ranomafana, einem Nationalpark des Regenwaldes, in dem verschiedene Lemurenarten wie goldene Bambusmakis, braune Lemuren, Vögel, Chamäleons und Frösche leben gefahren. Übernachtung im Hotel Setam Lodge*** mit einer Atemberaubender Aussicht ins Grüne.

Bestaunt haben wir die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalpark Ranomafana mit seinen Lemuren, Chamäleons, Spinnen, Fröschen, Orchideenarten und Heilpflanzen. Fahrt durch Fianarantsoa – die Hauptstadt des Betsileo-Stammes nach Ambalavao. Übernachtung im Hotel Betsileo Country Lodge**(*).

Wir sind zum Anja-Reservat gefahren, um Kattas (Lemur catta) in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Sie schlafen in der Höhle damit sie vor Adlern geschützt sind, da sie sonst gefressen werden. Weiterfahrt nach Ranohira durch ein überwiegend hügeliges Gebiet. Den atemberaubenden Sonnenuntergang haben wir in dem Isalo Nationalpark betrachtet. Übernachtung im Hotel Relais de la Reine***(*).

Eine Morgenwanderung durch den Isalo-Nationalpark, um das Isalo-Massiv mit seinen ruinenartigen Sandsteinen, Canyons, endemischer Fauna und Flora zu entdecken und besuch des Naturbades. Am Nachmittag Besichtigung einiger Hotels. Danach via Ferata um zu klettern, das war ein sehr schönes Erlebnis, da ich noch nie zuvor Klettern war. Am liebsten hätte ich den ganzen Nachmittag weitergeklettert aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt und wurden von Kopf bis Fuss klitschnass, da es anfing zu regnen.

Auf einer meist geraden Strasse sind wir nach Tuléar weitergefahren. Die Landschaft besteht aus trockenen Wäldern, Affenbrotbäumen und einigen stolz verzierten Mahafaly-Gräbern. Vor der Ankunft in Tuléar Besichtigung des Arboretums mit vielen endemischen Pflanzenarten. Weiterfahrt nach Ifaty, einem von einem Korallenriff geschützten Badeort, auf einer sandigen Strasse und durch einen Dornbusch. Übernachtung im Hotel Les Dunes D IFATY***.

Transfer zum Flughafen Ifaty um unseren Flug nach Tana anzutreten. Am Flughafen Ifaty gibt es keine Detektoren, es wird alles von Hand auf Holztischen kontrolliert. In Tana haben wir den Lemuren Park besucht und sind dann zu unserem Hotel San Cristobal***, sehr modernes Hotel.

Fahrt nach Andasibe durch eine Landschaft, die aus einer Abfolge von Reisfeldern, Wasserfällen und seltenen Waldstationen besteht. Unterwegs Besuch des Marozevo Exotic Parks mit vielen Chamäleons und einigen Fröschen, Schmetterlingen, Schlangen, Leftale Gekko und Tenrek (ähnlich wie Igel). Weiterfahrt nach Andasibe. Übernachtung im Hotel Lemurs Lodge***.

Nach dem Frühstück haben wir das Reservat Vakona besucht, wo zahme Lemuren auf unsere Schulter gesprungen sind, welches ein unvergessliches Erlebnis war und versuchten es auf der Kamera festzuhalten. Danach haben wir die verschiedenen Arten im Analamazaotra-Nationalpark entdeckt, die in diesem Wald leben, wie den Indri Indri, die grösste aller Lemurenarten, Bambusmakis und Braunmakis. Danach mit dem Auto nach Manambato, dann mit dem Boot nach Akanin’ny Nofy (Nest der Träume) und übernachten im Palmarium Hotel**, wo auch die Lemuren zuhause sind, welche wir am Abend auf den Dächern rumhüpfen hörten.

Vormittags Besichtigung des Palmarium-Reservats mit sechs Lemurenarten, nachmittags Besichtigung einer Dorfschule und Spaziergang in der Umgebung. Wir hatten die Möglichkeit ein Ausflug am frühen Abend zu machen, um die Aye Aye Lemuren (Daubentonia madagascariensis) zu entdecken. Die Guides haben im Vorfeld Kokosnüsse platziert um die Tiere anzulocken. Leider kam nur einer zum Vorschein und wir durften ihn bewundern wie er diese Kokosnuss aussaugt.

Mit dem Boot sind wir zurück nach Manambato, dann mit dem Auto und Bus nach Tana. Wir durften im schönen Hotel Au Bois Vert*** einige Stunde ausruhen und später Transfer zum Flughafen.

Madagaskar ist für seine Tier- und Pflanzenwelt sehr bekannt. Ein Land mit Zeitlosigkeit. Ich mich zuerst an die Tierwelt mora mora herantasten, aber schlussendlich hat mir die Reise sehr gut gefallen.

 

Freundliche Grüsse,

Cansu Sengül

Tour Operating bei Bischofberger Reisen

 

Zürich, den 27. Mai 2019

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