Roadtrip von Muscat bis Salalah

Roadtrip von Muscat bis Salalah

Unsere Reise in das Sultanat Oman startete direkt mit einem Highlight, und zwar der mehrfach ausgezeichneten Business Class der Oman Air. Zu den Annehmlichkeiten gehört nebst hervorragendem Essen und bequemen Sitzen, die sich zu einem Bett umwandeln lassen, auch ein Necessaire mit Produkten der omanischen Luxus-Marke Amouage. Der Nachtflug ab Zürich verging in der Business Class viel zu schnell…

Am frühen Morgen in Muscat angekommen besuchten wir direkt das neue Kempinski Hotel, welches damals noch in der Entstehungsphase war. Es liegt in Flughafennähe, direkt an einem Strand sowie neben einem Golfplatz und eignet sich daher ideal für Golfer oder Gäste, die einen kurzen Stopover in Muscat machen möchten. Anschliessend haben wir unser Zimmer im Al Bandar, dem Mittleren der drei Shangri-La Hotels, bezogen. Die Poolanlage und der Strand, gelegen an einer Bucht und umrahmt von Gebirge, geben ein wunderschönes Bild.

Nach zwei Tagen in Muscat ging unser Roadtrip los: Mit dem 4×4 Jeep fuhren wir der Küste entlang in Richtung Sur. Der Verkehr in der Stadt ist im Vergleich zur Schweiz harmlos und die Autobahn ausserhalb sind in einem top Zustand. Unterwegs gibt es Tafeln, die einen zu den wunderschönen Wadis ein paar Kilometer ins Landesinnere führen. Glasklare Naturpools umrahmt von faszinierenden Felswänden laden zum Schwimmen ein. Allerdings haben wir einen langen Weg vor uns, daher reicht es nur für ein kurzes Fussbad. Das Bimah Senkloch ist unmittelbar neben der Autobahn gelegen und eignet sich daher ebenfalls für eine kurze Pause unterwegs. Weiter entlang der Küste fahren wir vorbei an schönen, endlos langen Stränden, vorbei am Fischerdorf Sur bis zum Turtle Beach Resort. Abends hatten wir die Gelegenheit, bei einer Führung im Ras Al Jinz Turtle Reserve, grosse Meeresschildkröten bei der Eiablage zu beobachten und wir hatten sogar das Glück, Babyschildkröten beim Schlüpfen zuzusehen.

Am nächsten Morgen ging es weiter durch eine weite, flache Landschaft, vorbei an ein paar Kamelen und Sanddünen bis zu den riesigen Salzfeldern bei der Anlegestelle der Fähre, die uns samt Auto nach Masirah Island bringt. Die Fähre war neu, bequeme Sitze und es hatte kaum Leute. Eine gute Stunde dauerte die Überfahrt auf die grösste Insel Oman’s, Heimat besonders vieler Vogelarten und vor der Küste können Wale und Delfine beobachtet werden.

Bis zur Fährrückfahrt verweilten wir am wunderschönen, menschenleeren Sandstrand und gingen im türkisfarbenen Meer baden. Von der Anlegestelle konnten wir dann tatsächlich sogar ein paar Delfine beobachten. Zurück auf dem Festland fuhren wir weiter südlich, vorbei an weiten Sanddünen entlang der Küste zum Hotel Crowne Plaza Duqm. Ein sehr schönes Hotel, gelegen am endlos weiten Sandstrand – Schade, dass wir hier nur eine Nacht eingeplant haben.

Nachdem die letzten beiden Abschnitte landschaftlich – ausser der weiten Wüste und einer malerischen Küste – nicht sonderlich viel Abwechslung zu bieten hatte, freuten wir uns umso mehr über die imposanten Felsstrukturen bereits kurz vor Shuwaimiyah: Berge und Schluchten in verschiedenen Farbtönen, kurvige Strassen und dann dieser Ausblick über den traumhaften Sandstrand – wahnsinn! Auch als wir dann weiter bis nach Salalah gefahren sind, konnte man sich ab den Felsformationen, den Flussbetten und Ausblicken vergleichbar mit dem Grand Canyon nicht satt sehen.

In Salalah besuchten wir das ca. 40 Minuten entfernte Wadi Darbat. Da kann man mit einem Boot weiter hinein in das grüne, malerische Flussbett fahren. Ausserdem besichtigten wir das Rotana Hotel, ein schönes Resort direkt am Strand mit grosszügigen Gärten und Wasserkanal. Übernachtet haben wir dann im neuen Al Baleed Salalah Resort & Spa by Anantara in einer One Bedroom Garden View Villa mit eigenem Pool. Die Unterkunft ist mit einem separaten Wohnzimmer mit Küchenecke, einem Bad mit freistehender Badewanne, einem begehbaren Kleiderschrank riesig und wunderschön im eleganten, arabischen Stil eingerichtet. Aber auch die Standardzimmer Premier Sea View sind sehr geräumig sowie im selben, orientalischen Stil eingerichtet – dazu bieten sie einen Balkon mit Meerblick. Das Al Baleed hat im Vergleich zu anderen Hotels eher weniger Zimmer/Villen, wodurch der Service viel persönlicher ist und es durchaus als Boutique-Hotel bezeichnet werden kann. Die Liegen und Cabanas am weitläufigen, weissen, puderfeinen Strand sind sehr bequem und obwohl das Hotel ausgebucht war, hatte es immer genügend Platz. Der Infinitypool bot vorallem abends wunderschöne Fotosujets, wenn die Sonne jeweils mit einem Farbenspiel langsam unterging.

Ich kann die Reise von Muscat nach Salalah oder in umgekehrter Richtung, wie sie hier zu finden ist, nur wärmstens empfehlen! Auch wenn es teils grosse Distanzen sind, wird man belohnt mit landschaftlicher Vielfalt und atemberaubenden Kulissen. Ein Badeferienaufenthalt im Al Baleed als krönender Abschluss lohnt sich definitiv. Wir haben nicht nur hervorragend gegessen sondern auch nette, hilfsbereite, einheimische Leute kennengelernt. So verabschiedeten wir uns also schweren Herzens von unserer neu gewonnen Lieblingsdestination Oman und flogen von Salalah via Muscat zurück in die Schweiz. Ich stehe Ihnen gerne bei der Planung Ihrer Oman-Reise zur Verfügung und freue mich auf Ihren Besuch, Anruf oder Ihre Nachricht!

Freundliche Grüsse,

Lynn Walter

Tour Operating bei Bischofberger Reisen

 

Zürich, den 11. Dezember 2017

 

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